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Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen

Der richtige Anstoss

Für Ihren Erfolg

Die Corona Krise hat das wirtschaftliche und soziale Leben auf den Kopf gestellt. Viele Betriebe sind in dieser Zeit auf Homeoffice umgestiegen, um damit die Pandemie einzudämmen und die eigenen Mitarbeiter zu schützen. Gerade durch diese Zeit ist nochmals bewusst geworden, wie wichtig ein flächendeckender Breitbandausbau in ländlichen Regionen ist.
Denn zuverlässige und leistungsfähige Bandbreiten bilden die Basis für jeden Homeoffice-Arbeitsplatz. Auch im privaten Bereich steigt der Bedarf an hohen Bandbreiten, denn das Streamen von Serien, die intelligente Verknüpfung von elektronischen Geräten oder einfach das Surfen im Internet erfordern hohe Übertragungsgeschwindigkeiten in Down- und Upload. Und der Bedarf wächst stetig.

Der Landkreis Altenkirchen hat mit dem Abschluss des FTTC-Breitbandprojektes im vergangenen Jahr, das den Ausbau von Glasfaserinfrastruktur bis zu den Kabelverzweigern am Straßenrand umfasste, einen ersten wichtigen Schritt in Sachen Breitbandausbau abgeschlossen. In dem damaligen Ausbauprojekt, dessen Vorbereitungen bereits im Jahr 2014 starteten, galt ein Schwellenwert von mindestens 30 Mbit/s pro Teilnehmer innerhalb der Ausbaugebiete. Auch das Schulausbauprojekt, das den Anschluss von 38 Schulstandorten im Kreis mit Glasfaserkabeln beinhaltet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region und ebnet den Weg in Richtung Digitales Klassenzimmer.

Schritt für Schritt in Richtung Gigabitgesellschaft

Der Breitbandausbau wird uns noch viele Jahre beschäftigen. Dabei gilt es, die Ziele der Bundesregierung, die unter anderem einen flächendeckenden Gigabitausbau in Deutschland anstrebt, zu fokussieren. So befindet sich derzeit der Landkreis Altenkirchen in den Vorbereitungen zur europaweiten Ausschreibung, die den Gigabitausbau der Gewerbegebiete im Landkreis Altenkirchen umfasst. Denn gerade die Unternehmen sind auf leistungsfähige Bandbreiten angewiesen, um der zunehmenden Digitalisierung gerecht werden zu können. Dabei handelt es sich vornehmlich um solche Unternehmen, die in einem ausgewiesenen Gewerbegebiet ansässig sind. Der Ausbau von Unternehmen in Misch- und Wohngebieten ist auf Grundlage der gegebenen Förderrichtlinien nicht möglich.

Das Gewerbegebietsprojekt soll innerhalb der nächsten drei bis vier Jahren umgesetzt werden und umfasst ein geschätztes Ausbauvolumen von 15,5 Millionen Euro. Der weitere Verlauf ist stark vom Ergebnis der Ausschreibung und den Vertragsverhandlungen mit den Telekommunikationsunternehmen abhängig. Das Förderausbauprojekt wird, wie bei den vorherigen Ausbauprojekten auch, durch den Bund und das Land zu 90 Prozent unterstützt. Die Kommunen tragen lediglich einen 10 prozentigen Eigenanteil.

Darüber hinaus gilt es, zunehmend Synergieeffekte im Landkreis Altenkirchen zu nutzen und beispielsweise bevorstehende Straßenbaumaßnahmen durch gezielte Mitverlegungsmaßnahmen, die den späteren Glasfaserausbau begünstigen, voranzutreiben. Das Land unterstützt die Kommunen bei derartigen Mitverlegungsmaßnahmen mit einer 80 Prozent Förderung. Ziel ist es, bei offenen Baumaßnahmen bereits heute passive Infrastruktur wie Leerrohre mitzuverlegen, um im späteren Zeitverlauf einen erneuten Straßenaufbruch zu vermeiden. Dieser Vortrieb spart nicht bloß zusätzliche Ausbaukosten durch teure Tiefbaumaßnahmen ein, sondern ermöglicht auch einen schnelleren flächendeckenden Glasfaserausbau in der Zukunft. Dabei gilt es stets die förderrechtlichen und gesetzlichen Vorgaben zu wahren und den eigenwirtschaftlichen Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen zu priorisieren.

Wohingegen der leitungsgebundene Breitbandausbau durch Förderprogramme unterstützt wird, setzt die Bundesregierung in Sachen Mobilfunkausbau zunehmend auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau der Mobilfunkanbieter. Durch unterschiedliche Zielvorgaben, die es von den Mobilfunkbetreibern zu erfüllen gilt, soll der flächendeckende Mobilfunkausbau in Deutschland vorangetrieben werden. Dies wirkt sich auch auf die Netzversorgung im Kreis aus, was vielerorts durch unterschiedliche Baumaßnahmen spürbar ist. So werden zunehmend bestehende Mobilfunkmasten aufgerüstet oder neue Mobilfunkmasten ausgebaut, um auch im ländlichen Raum den unbeliebten Funklöchern entgegenzuwirken. Auch durch die Eigeninitiative einiger Ortsgemeinden- und Bürgermeister konnte der Mobilfunkausbau mancherorts verbessert werden.

Die Entwicklung der Förderkulisse in Sachen Breitbandausbau gilt es abzuwarten

Die Digitalisierung schreitet zunehmend voran und unterliegt einem ständigen Wandel. So wird sich in den nächsten Jahren auch die Förderkulisse verändern, die den flächendeckenden Gigabitausbau mit 1 GBit/s pro Haushalt anstrebt. Es gilt abzuwarten, wie die weiteren Förderprogramme ausgearbeitet sind und was das für den Landkreis Altenkirchen bedeutet. In jedem Fall wird das Thema Breitbandausbau noch viele Jahre auf der Agenda der Bundesregierung stehen, denn im Vergleich zu anderen EU-Ländern ist Deutschland mit Blick auf die Gigabitverfügbarkeit pro Haushalt deutlich abgeschlagen.

Der Landkreis Altenkirchen wird auch zukünftig die Förderprogramme nutzen, um den Kreis in Sachen Breitbandausbau voranzubringen. Zuverlässige Bandbreiten zählen zu den wichtigsten Standortfaktoren in ländlichen Regionen. Denn ein Breitbandanschluss zählt für viele Menschen wie auch ein Telefonanschluss zur Daseinsvorsorge in der heutigen Zeit.

Ihre Ansprechpartner

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 Lars Kober

 (Dipl.-Verwaltungsbetriebswirt)

 Leiter Wirtschaftsförderung

 Tel. +49 (0)2681 81-3901
 lars.kober@kreis-ak.de

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 (Dipl. Geogr.)

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 Laura Tiefenthal

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Iris Scharenberg-Henrich

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