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Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen

Breitbandausbau

Investition in die Zukunft

Innenminister Roger Lewentz kam zum Projektabschluss nach Kirchen – Digitale Infrastruktur wird weiter ausgebaut
Kirchen/Kreisgebiet. Nach mehr als 24 Monaten Bauphase, knapp 160 Kilometer geleisteten Tiefbauarbeiten und 453 Kilometer verlegten Glasfaserkabeln endet eines der wichtigsten Ausbauvorhaben im Kreis AItenkirchen: der flächendeckende Breitbandausbau mit Bandbreiten von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (MBit/s) pro Anschlussteilnehmer. Zur offiziellen Abschlussveranstaltung im Ratssaal des Kirchener Rathauses hatte Landrat Dr. Peter Endres eingeladen. Mit dabei waren der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz, Frank Krüger, Leiter der Unterabteilung für Digitale Gesellschaft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie Vertreter der Deutschen Telekom, Abgeordnete aus Bundes- und Landtag und Vertreter der Kommunen. „Wir treffen uns heute hier, um einen wichtigen Meilenstein mit Blick auf die Digitalisierung im Landkreis Altenkirchen zu feiern. Denn die fortschreitende Digitalisierung ist der wohl größte Umbruch unserer Zeit. Ein leistungsfähiger Breitband-Internetzugang zählt mit zu den wichtigsten Standortfaktoren einer Region“, so Enders in seiner Begrüßung.


Nur mit Bundes- und Landesförderung möglich
Im November 2015 starteten mit der Veröffentlichung des ersten Förderaufrufs zum Bundesförderprogramm Breitband, das durch das BMVI initiiert wurde, die Vorbereitungen für das kreisweite Breitbandprojekt. Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat daraufhin einer 40-prozentigen Kofinanzierung zugestimmt mit dem Ziel der Errichtung einer flächendeckenden und leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur. Das aufwendige Förderantragsverfahren fand dann im Juni 2017 mit dem Erhalt der endgültigen Förderbescheide durch Bund und Land sein offizielles Ende. Insgesamt gab es knapp 11,9 Millionen Euro Bundes- und Landesfördermittel – die Grundvoraussetzung für den seinerzeitigen Startschuss der projektbezogenen Baumaßnahmen im Landkreis Altenkirchen. Insgesamt umfasste das Breitbandprojekt ein Kostenvolumen von 13.176.322 Euro. In mehr als 70 Ortsgemeinden und angrenzenden Ortsteilen fanden in den vergangenen Monaten Baumaßnahmen statt. Beim sogenannten FTTC-Breitbandausbau (Fibre-to-the-curb) wird die zukunftsfähige Glasfasertechnik bis zum nahegelegenen Kabelverzweigerkasten verlegt. Die letzte Meile bis zum Endkunden erfolgt weiterhin über Kupferzuleitungen.

Spitzenposition in Rheinland-Pfalz
„Von den stattgefundenen Baumaßnahmen profitieren rund 17.400 Haushalte, Firmen und Schulen, die jetzt auf die neu errichtete Netzinfrastruktur zurückgreifen können. Damit belegt das nun abgeschlossene Breitbandprojekt des Landkreises Altenkirchen im Hinblick auf die Anzahl der realisierten Teilnehmeranschlüsse einen der ersten Plätze in Rheinland-Pfalz. Das macht deutlich, welche großen Anstrengungen hier unternommen wurden“, kommentierte Minister Lewentz, der zugleich die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Altenkirchen und dem Breitband Kompetenzzentrum in Mainz lobte.

Lob für den Landkreis
Frank Krüger, Leiter der Abteilung Digitale Gesellschaft des BMVI, begrüßte das frühzeitige und proaktive Handeln des Landkreises sowie der Kommunen mit Blick auf die Inanspruchnahme des Breitbandförderprogramms: „Mit dem Bundesförderprogramm Breitband unterstützt das BMVI Kommunen und Landkreise beim Ausbau von Glasfaserinfrastruktur in den Gebieten, die stark unterversorgt sind und in denen kein marktgetriebener Ausbau durch einen Netzbetreiber stattfindet. Das FTTC-Breitbandprojekt bildet die Grundstruktur für alle kommenden Netzausbauvorhaben im Landkreis Altenkirchen mit dem ambitionierten Ziel der flächendeckenden Gigabit-Versorgung. “ Bei einem solchen Großprojekt ist die Sicherstellung eines reibungslosen Projektverlaufes immer abhängig von der Zusammenarbeit der unterschiedlich involvierten Akteure sowie  von den gegebenen äußeren Umwelteinflüssen. „Wir blicken zurück auf eine aufregende Zeit, in der wir einige Hürden zu meistern hatten. Doch durch die gute und kooperative Zusammenarbeit mit dem Landkreis Altenkirchen und den Kommunen konnten wir auch kleinere Rückschläge gut kompensieren, sodass wir nun von einem positiven Projektergebnis berichten können“, so Ralph Remlinger, Ressortleiter im Bereich Technische Infrastruktur der Deutschen Telekom Technik GmbH.

Es geht weiter
Das Ende des Breitbandprojektes im Landkreis Altenkirchen bildet den Anfang für alle kommenden Ausbaumaßnahmen, die zukünftig im Kreis angestrebt werden. Ziel ist es, die Digitale Infrastruktur weiter auszubauen, um den kommenden Ansprüchen nach leistungsfähigen Breitbandnetzen und hohen Datenmengen gerecht werden zu können. So umfassen die nächsten Ausbauschritte, mit Blick auf die Gigabit-Strategie des Bundes, den Anschluss der Haushalte mit direkten Glasfaserhausanschlüssen. „Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende – und meistens hat das, was ein Ende hat, auch einen Fortsetzung“, zitierte abschließend Landrat Enders einen bekannten Schriftsteller und gab damit einen Ausblick auf die noch folgenden Großprojekte im Landkreis Altenkirchen.

Foto (c) Kreisverwaltung Altenkirchen
v.l.n.r. Ralph Remlinger (Ressortleiter Deutsche Telekom Technik GmbH), Frank Krüger (Bundesverkehrsministerium), Maik Köhler (Verbandsbürgermeister Kirchen), Landrat Dr. Enders und Innenminister Roger Lewentz.

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Lars Kober

(Dipl.-Verwaltungsbetriebswirt)

Leiter Wirtschaftsförderung

Tel. +49 (0)2681 81-3901
lars.kober@kreis-ak.de

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Laura Tiefenthal

(Handelsfachwirtin)

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